Olympus OM-1 | 1979

Alte Anzeige von Olympus, 1979

«99,9 % perfekt.» Olympus gab seiner Kamera in dieser Anzeige von 1979 selbst eine Note und ließ ein Zehntel Platz für Bescheidenheit.

Die OM-1 stammt von Yoshihisa Maitani, einem Olympus-Konstrukteur, der fand, dass eine Profikamera klein und leicht sein kann. Rund fünf Jahre arbeitete er daran. 1972 stellte er sie auf der Photokina in Köln als «M-1» vor, doch Leitz protestierte wegen seiner Leica M. Olympus benannte sie in OM-1 um.

In dieser Anzeige siehst du, womit Olympus warb: «kleiner, leichter und präziser», dazu das «MD»-Zeichen für den Motorantrieb. Der Text gibt sogar fast stolz zu, dass die OM-1 kein Vollautomat ist. 1979, als Automatikkameras in Mode kamen, war das ein Statement.

2021 stieg Olympus aus dem Kamerageschäft aus und verkaufte es an den Investor Japan Industrial Partners. Die neue Firma heißt OM Digital Solutions, zu Ehren des OM-Systems. Viele sagen, die Buchstaben stehen für «Olympus Maitani».

2022 schloss sich der Kreis: Die erste Kamera der neuen Marke OM System hieß wieder OM-1.

Text der Anzeige

99,9 % perfekt.
Olympus OM-1
Kleiner, leichter und präziser, das war die Forderung. Leiser, funktioneller und übersichtlicher das konstruktive Ideal. Deshalb entstand die OM-1. Eine hochaktuelle Spiegelreflex-Systemkamera mit derart schnellen Einstellhilfen, daß man Vollautomatisches nicht vermißt.
Daß diese Entwicklung zum vielkopierten Vorbild wurde, bestätigt den erzielten Fortschritt. Weil Spitzenkameras heute nicht mehr anders gebaut werden. Tatsache ist, daß die Welt der Fotografie kein kultivierteres und ehrlicheres 35-mm-System kennt. Vielleicht deshalb in Amerika jetzt die „Nummer eins“. Erstaunlich, denn sie ist kein Vollautomat, bestimmt jedoch mehr als eine Alternative, Olympus OM-1, die Faszination glaubwürdiger Leistung.
Als Vollsystemkamera in ihrer Klasse mit einzigartigen Merkmalen: Austauschbare Sucherscheiben und Rückwände. LED-Signal im Sucher für Blitzbereitschaft und Erfolgsrückmeldung bei richtiger Blitzbelichtung. Ferner kreuzgekuppeltes Nachführ-Meßsystem, Anschluß für Winder und Motor-Drive. Und nicht zuletzt 32 Wechselobjektive aus dem großen OM-Erfolgssystem, vom 8-mm-Fisheye bis zum 1.000-mm-Supertele.
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Olympus Optical Co. (Europa) GmbH, Produktgruppe Foto, 2000 Hamburg 1

Marke
Olympus
Jahr
1979
Jahrzehnt
1970er
Land
Deutschland
Medium
Zeitschrift
Themen
Technik
Erschienen in
Der Spiegel, 1979
Olympus OM-1 | 1979 · Vintage Ad Museum
Vintage Ad Museum · Museu da Propaganda, since 1999
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