Schinkenhäger | 1979

Alte Anzeige von Schinkenhäger, 1979

Keine Schlagzeile, kein Slogan: nur ein westfälischer Tisch. Schwarzbrot, roher Schinken, Radieschen, ein Glas Bier und eine hohe Tonflasche Schinkenhäger, in dieser Anzeige von 1979.

Schinkenhäger ist ein Steinhäger, ein Wacholderbrand und damit ein deutscher Verwandter des Gin, aus Steinhagen bei Bielefeld. Dort wird er seit dem 17. Jahrhundert gebrannt; im 19. Jahrhundert gab es im Ort rund zwanzig Brennereien. Eine davon gehörte der Familie König, deren Firma H.C. König diese Marke herstellte. Steinhäger kam traditionell in Steingutflaschen, und seit 1989 darf nur Wacholderbrand aus Steinhagen so heißen.

In dieser Anzeige siehst du ein witziges Detail: Das Etikett zeigt dasselbe Stillleben wie das Foto, die Flasche mit Brot, Schinken und Bier. Der Name verbindet das Getränk ohnehin mit dem Tisch. Dazu wirbt das Etikett mit über 250 Preisen und Medaillen und Export in 49 Länder.

1985 fusionierten die beiden größten Steinhäger-Brennereien, H.C. König und Schlichte. Heute gibt es nur noch wenige Hersteller. Die Anzeige zeigt eine Zeit, in der ein Schnaps zum Bier selbstverständlich zur deftigen Mahlzeit gehörte, eine Gewohnheit, die wir heute kritischer sehen.

Hast du diese Flasche schon mal auf einem westfälischen Tisch gesehen?

Text der Anzeige

Eine König-Marke
Schinkenhäger
Das Stilleben-Etikett der Häger
H. C. König · Steinhagen in Westfalen
Mehr als 250 erste Preise und Medaillen
Export in 49 Länder der Welt · Original Steinhäger · Deutsches Erzeugnis

Marke
Schinkenhäger
Jahr
1979
Jahrzehnt
1970er
Land
Deutschland
Medium
Zeitschrift
Themen
Getränke, Lebensmittel
Erschienen in
Der Spiegel, 1979
Schinkenhäger | 1979 · Vintage Ad Museum
Vintage Ad Museum · Museu da Propaganda, since 1999
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